Donnerstag, 3. Mai 2018

Grün und Weiß im April

Fast dachte ich schon, die April-Challenge von Maika würde dieses Mal an mir vorüber gehen, da fiel mir ein, daß ich doch diesen hübschen schräg gestreiften grün-weißen Stoff im Schrank habe. Und in der Verwandtschaft ein Baby erwartet wird in den nächsten Tagen. Und ich für die Babies in meiner Nähe Glückselefanten nähe.
Also ging ich auf die Suche, aber der gestreifte Stoff war nicht zu finden. Das Schnittmuster auch nicht. (Wird das Hirn eigentlich irgendwann wieder leistungsfähig? Schwangerschaften und Stillzeiten liegen hinter mir, und noch immer weiß ich oft nicht, was ich vor einer Minute noch dachte...)
Stattdessen fand ich: bezaubernden geblümten Stoff in grün-cremeweiß und meinen allerersten genähten Elefanten, der als Schnittgeber herhalten mußte. Nach einem Stopf-Marathon mit meinen Töchtern (die Watte hatte auf dem Weg in den Elefanten verschiedenste Funktionen und Aufenthaltsorte) habe ich nun also doch noch kurz vor knapp für "Two Colors" einen Beitrag geschafft!


Montag, 2. April 2018

Ein Hundefreund fürs Baby

Als Maika Rosa-Braun als Märzfarben ankündigte, freute ich mich: Ich hatte nämlich für meine jüngste Nichte gerade ein Hundeschnuffeltuch zugeschnitten, in dem sowohl Rosa als auch Braun vorkamen! Hunde haben meine Kindheit sehr geprägt, und somit natürlich auch die meines Bruders, dessen kleine Tochter nun also diesen Hund bekommt - auf dass die frühkindliche Prägung auch hier reiche Früchte tragen möge!



Als Schnittmuster habe ich Puppy Piet von Mommymade verwendet und eine Materialpackung dazu, um es mir mit den Minimengen Frottier einfach zu machen. Der süße Puh-der-Bär-Stoff, den ich kurz vorher gefunden hatte, mußte allerdings unbedingt als Rückenstoff dazu! Ihr wißt schon, frühkindliche Prägung und so, mein Bruder und ich können Puh der Bär in etwa rückwärts aufsagen...

Mit dem Schnitt an sich kam ich gut zurecht, obwohl ich sicher manches anders gemacht habe und beim nächsten Tier noch weiteres anders machen würde - aber es ist eine solide Anleitung, die auch Sicherheitsaspekte gut beachtet. Die Augen habe ich gestickt, den optionalen Fleck weggelassen, weil er zu hubbelig geworden wäre. Die Form der Ohren habe ich beim zweiten Versuch runder und hundiger zugeschnitten, die hätte ich Euch ja auch mal von der Seite fotografieren können, achja. Was mich am meisten irritiert hat: Der Hundekopf wurde im ersten Versuch riesig! Ich habe keine Ahnung, was da schief lief, denn Nahtzugabe sollte noch angezeichnet werden, habe ich also getan, Kontrollfeld war korrekt - keine Ahnung. Auch im Verhältnis zum Körperteil wirkte der Kopf zu groß. Hier der Größenvergleich von Hund 100% und Hund 75%:


Der Hund auf 100% scheint mir für eine Handpuppe gut geeignet, aber für Baby-Hände viel zu groß und schwer. Hier habe ich meine 3-jährige Tochter gebeten, einmal Hand-Modell zu spielen - auch für sie wäre das kleinere Modell besser zum Schmusen geeignet.


Aber nun weiß ich ja, welche Größe für mich passt, denn es kann sehr gut sein, daß ich wieder Hundeschnuffeltücher nähe - hier im Haus schleicht schon jemand eifrig um mich herum... Und letztlich geht es wahnsinnig schnell, bis man einen solchen Seelenfreund fürs Kind in der Hand hält!







Dienstag, 27. März 2018

Gewinnerglück











Ja, es gibt noch Leben im Hause Storm in a teacup… Allerdings wegen der Großbaustelle im Haus kaum kreatives, deshalb war es hier so besonders still. Langsam legt sich aber das Chaos und ich habe sogar schon die verstaubte Haube von der Nähmaschine gehoben und genäht. Was habe ich das vermisst! Das Glück hielt nicht lange an, denn aktuell habe ich ein kleines krankes Häschen zuhause, das von der ersten Kindergartenwoche mit einem gemeinen Magen-Darm-Erkältungs-Infekt ins Wochenende ging. Und auch jetzt noch fiebrig ist mit 40,1° - da sitzt das Kind neben mir und sagt alle zwei Minuten „Ich brauch dich, Mami“, und ich kann nur da sein. Und mich auf und über bessere Zeiten freuen. Z.B. das Wochenende, an dem der Infekt noch nicht so schlimm schien und ich deshalb die gewonnene Teilnahme am Back- und Lettering-Workshop bei Jessica von Lecker macht süchtig und Lisa von Lisa-Kreativ.de so richtig genießen konnte!












































Vier Stunden wurde gebacken und geschrieben und gesplasht und gequatscht und probiert und gestaunt. Es war toll. Jessica und Lisa waren super vorbereitet auf die vier Instagram-Gewinnerinnen samt Begleitung. Ich hatte Annette von Augenstern-HD & Zauberkrone dabei und das hat den Nachmittag nochmal extra nett gemacht!

Wir teilten uns in zwei Gruppen, und während die anderen backten, gingen Annette und ich in der ersten Runde ans Lettern. Nach einer kurzen Einführung kamen die ersten Aufwärm-Übungen, die mich an die Schönschreib-Brausehefte der Grundschulzeit und die noch länger zurückliegenden Schwung-Übungen auf Tapetenresten im Kindergarten erinnerten… 




















Und dann wurde es konkret, denn Ziel war, eine hübsch gestaltete Oster-Geschenkbox samt selbst gebackenem Inhalt mit nach Hause zu nehmen. 


































Zwischendurch gab es Köstlichkeiten aus Jessicas Küche (in den Carrot Cake hätte ich mich reinsetzen können…) und Beispielarbeiten von Lisa sowie verschiedenstes Material und Lesestoff lag auch aus zum Bestaunen und Testen. Die Boxen wurden so hübsch und der Inhalt erst! Da gab es Mini-Gugl und Mini-Donuts, Doppeldeckerkekse und - den habe ich leider erst später auf Instagram gesehen - einen Traum von Hefezopf, und dazu diverse bunte Süßigkeiten. Ich sag es mal so: Der Nachmittag war dermaßen beseelend und inspirierend, daß ich nachts vom Lettern geträumt habe und am nächsten Abend schon den online-Warenkorb mit ausgewähltem Material gefüllt habe… und meine kleinen Mädchen in regelmäßigen Abständen nach den schönen Keksen fragen!













































Ganz, ganz vielen Dank, liebe Jessica und liebe Lisa, daß ich dabei sein durfte!!


Dienstag, 1. August 2017

Quilt und Accessoires für ein neues Menschlein

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an diese Decke, die ich für einen neuen Erdenbürger vor knapp zwei Jahren nähen durfte? Vor kurzem hat der junge Mann einen kleinen Cousin bekommen, und so kam die Bitte, daß auch er benäht wird. Mit Decke, Windeltasche und Spieluhr, alles aus einem Guss. Ich hatte von den damals verwendeten Stoffen noch einiges da, und beim lokalen Stoffhändler gab es überraschenderweise noch Nachschub - Überraschung deshalb, weil die Stoffe eigentlich vergriffen sind.




Ich nähe wahnsinnig gerne Quilts, und auch wenn mein persönlicher Geschmack vielleicht etwas mehr auf Kontraste setzen würde, finde ich die gewünschte Farb-Kombination meiner Auftraggeberin wunderschön. Die Rückseite ist aus superweichem, luxuriösem Punkte-Minky in Wollweiß. Gequiltet habe ich in graden Linien durch die Mitte der Quadrate, um die Klarheit des Musters nicht zu verwässern und die Decke puffig zu lassen. Die Quadrate waren mein Vorschlag, nachdem der kleine Cousin und seine Schwester jeweils Chevron-Decken bekommen hatten. So passen die Stoffe der kleinen Jungs wunderbar zusammen, aber die Muster sind doch anders.


Die Spieluhr spielt "Der Mond ist aufgegangen" - irritierenderweise nur die erste Strophenhälfte in Dauerschleife, da fehlt mir immer etwas, aber die Melodie war auch vorgegeben und ist ansonsten sehr gut zu hören! Als Stück für die Handtasche der jungen Mutter gibt es hier noch eine erwachsene Windeltasche - Bärchen und Herzen müssen ja nicht immer und überall sein...

Nachdem ich vor einigen Jahren einen Riesenstapel Stoffe dieser und anderer Kollektionen von Bunny Hill Design gekauft hatte, als diese schon vergriffen waren, freue ich mich sehr, daß zum einen demnächst eine Neuauflage kommt - und zum anderen meine Auftraggeberin insgesamt vier Söhne hat im Familien-Gründungs-Alter...

PS: Quilten tu ich in erster Linie mit Webware, deshalb verlinke ich mich sehr gerne in Maikas und Janets Link-Party! Danke Euch fürs Organisieren!

Samstag, 15. Juli 2017

Glückselig genäht

Seit dem letzten Sonntag laufe ich beseelt herum. Am liebsten würde ich alles stehen und liegen lassen und genau dort weitermachen, wo ich aufgehört habe: Beim Nähen. Eines Machwerk-Schnittes. Oh ja.

Als Susanne von Nahtlust verkündete, noch einen Platz für den Machwerk-Kurs in Heidelberg frei zu haben, rief ich ganz schnell "hier". Allerdings überholte mich um wenige Minuten eine andere Interessierte. Nachdem dies aber mein vierter Versuch der Teilnahme war (im ersten Jahr plötzlich schwanger mit allen Nebenwirkungen der ersten Wochen, im zweiten noch nicht eingegroovt mit dem Baby, im dritten Jahr frische Mutter des nächsten Babys, so hatte es nie geklappt), gab mir Susanne großzügigerweise die Möglichkeit, zumindest am zweiten der beiden Workshop-Tage teilzunehmen, wenn die große Fragenflut der Hauptteilnehmerinnen gestillt sein würden. Ganz kurz war ich unsicher, ob das gruppendynamisch schief gehen würde. Aber die Freude auf das Erlebnis Martina/Machwerk/Nähen mit Gleichgesinnten war deutlich größer. Zurecht!

Es war ein richtig toller Tag. Ich weiß noch nichtmal, wo ich beginnen soll mit dem Lob und Dank! Das wunderbare Erlebnis begann mit Susannes Großzügigkeit und guter Organisation. Dann ging es mit der fröhlichen und netten Tischnachbarschaft mit MaritaBW und Anette von AugensternHD und den vielen anderen weiter. So viele schöne Taschen entstehen zu sehen, so viele wunderbare Materialien auf einem Haufen - hach. Und der Höhepunkt war Frau Machwerk selber. Ich war so fasziniert, wie sicher sie selbst durch den Raum die nächsten Schritte zurufen konnte - bei 8 Teilnehmerinnen und deutlich über 30 Grad Sommerhitze!! Präzise, so unglaublich kompetent und herzlich und persönlich interessiert an jeder der Anwesenden: Martina, Du hast mich echt beeindruckt.

Dass die Schnitte sehr gut und bewährt sind, wusste ich, und war schon oft um sie herum geschlichen. Jetzt endlich habe ich selbst einen genäht, nämlich die XL-Carpet Bag als Reisetasche. Ich sag's mal so: Meine Tasche ist noch nicht im Schrank gelandet. Sie liegt gegenüber vom Bett und ich lächle jedes Mal, wenn ich sie sehe.







Dieses Bild hat nur einen Zweck: Süße
Mini-Füße in Szene zu setzen.


Kurz ein paar Fakten:
Schnitt: Carpet Bag XL von Machwerk (groß genug, um ein Kleinkind zu transportieren)
Stoffe: Hauptstoff außen ist Les Fleurs Canvas (Rifle & Bond für Cotton & Steel), dazu dunkelblaue Lederträger und -Lasche, der Boden ist Alcantara. Innen beiges Vichy-Karo und Innentaschen aus Les Fleurs Canvas, dazu etwas extra Plüsch-Paspel (Dank an MaritaBW für diesen kleinen Luxus!).
Vlies: Style-Vil plus No-Name. Man muß nicht doppelt verstärken, aber um die Zeit gut zu nutzen, hatte ich schon zugeschnitten und das No-Name-Vlies aufgenäht. Das hatte allerdings nicht den nötigen Stand und so gab's am Kurstag noch eine Verstärkung obendrauf. Ging erstaunlich gut zu nähen, wenig Gemoppel.
Dauer: Gestoppt habe ich die Vorbereitungen und den Zuschnitt nicht. Am Kurstag selber habe ich die Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr um genau 3 Minuten überschritten, um noch die letzte Wendenaht zu schließen - nachdem ich 10 Minuten zu spät gekommen war, würde ich das doch noch als Punktlandung bezeichnen...
Fazit: Ein sehr durchdachter, sehr gut zu nähender Schnitt. Mich verwirrte beim E-Book ein wenig das Hin- und Herblättern zu den jeweiligen Punkten der Anleitung, die bei allen Taschengrößen gleich genäht werden. Allerdings brauchte ich die Anleitung sozusagen nicht, weil Martina genaue Ansagen machte und ich so nur zwei Mal ins Heft sah. Die Größe der Tasche ist genau, was ich suchte, und auch die Stoffkombination ist genau so herausgekommen, wie ich sie mir vorgestellt habe. Ich habe gemerkt, daß meine Furcht vorm Leder-Nähen vollkommen unbegründet war, und würde am liebsten gleich weiter machen! Ach, wäre das schön, wenn es wieder mit einem Kurs mit Susanne und Martina klappen würde!

Nachdem ich in diesem Post so viele Freuden-Ausrufezeichen verwendet habe, ist klar, in welcher Linkparty der Text landet, oder?

Liebe Grüße!

Freitag, 2. Juni 2017

Frottier am Freitag



Sehr lange ist mein letzter Eintrag her - ob mich noch jemand kennt? Hier rüttelt und schüttelt das Leben, und mir fehlt das Schreiben und Nähen oft sehr. Erst in den letzten Wochen konnte ich wieder öfter an die Nähmaschine gehen, und wieder einmal fühlt sich das Nähen fast wie Therapie an: Es erdet, bringt in Flow, tut dem Auge und den Händen und damit auch dem Herzen gut. Dem ging es in letzter Zeit nämlich nicht so gut: Ende Januar starb nach sehr kurzer Krankheit mein Vater. Das hat hier alles durcheinander gewirbelt. Die Kinder sind noch so klein, daß sie ebenfalls etwas aus dem Takt gerieten. Während sich die Wogen glätten und die Sonne nicht nur die Natur, sondern auch mich wieder aufblühen läßt, bin ich dankbar für das, was ist, und das, was war. 

Mit Dankbarkeit reihe ich mich heute auch endlich mal wieder ein bei der Material-Linkparty von Maika und Janet. Toll, daß Ihr das weiterhin so liebevoll organisiert! 

Frottier ist mit Kindern ja ein ergiebiges Thema. Bevor ich mich allerdings an den ersten Bademantel für das kleine M mache, mußte erstmal das Mini-M mit Lätzchen versehen werden. Ich finde nämlich, daß der Alltag mit Kindern durchaus praktisch UND schön sein sollte. Also Hasen mit Halstuch auf Lätzchen mit Schrägband (wer genau hinsieht, erkennt, daß die Mini-Halstuchfitzelchen immer zum Schrägband passen) - und einen Dackel habe ich auch mal versucht. Es sind noch vier Lätzchen mehr geworden, die drehen allerdings gerade ihre Runde in der Waschmaschine!







Seid herzlich gegrüßt - und hoffentlich bis ganz bald wieder hier!

PS: Am Freutag nehme ich hiermit natürlich auch sehr gerne teil!

Freitag, 29. Juli 2016

Die gefüllte Puppenlücke

Vor ein paar Tagen veröffentlichte Maika Bilder und Erklärungen zu zwei sehr süßen, selbst gemachten Puppen, die sie für ein frisch geborenes kleines M. und die etwas größere Schwester M. genäht hatte. Die Beschreibung der kleinen Mädchen paßte sehr gut auf meine beiden Töchter, aber bei mir waren noch keine Puppen angekommen. Und bevor ich entsprechend auf ihren Post kommentierte und die Werke an ganz andere kleine Ms gehen würden, blieb ich still (aber etwas hibbelig...).
Dann brachte die Post einige Tage später tatsächlich ein Paket aus Berlin! Sehr liebevoll verpackt und geschrieben, wie es ganz Maikas Art ist. Die beiden Puppen konnte ich übrigens nur kurz selbst halten und bewundern, schon waren sie in den Armen des größeren Ms fest verankert. Das Schöne ist: Ich bin überhaupt keine Puppenmutter. Mich gruseln die meisten und erinnern an den Friedhof der Kuscheltiere. Wenn überhaupt Puppen, dachte ich nach einer Recherche für meine Töchter, dann solche mit minimalistischen Waldorf-Köpfen... Keine Klappaugen, kein Echthaar, schön weich zum Schmusen und Knautschen und so weiter. Und dann kommen, ohne daß ich ihr davon erzählt hätte, genau solche von Maika!! Wahnsinn, oder? Jetzt ist die Puppenlücke im Hause Storm in a Teacup aufs Beste gefüllt!

In diese Gesichter kann man so viel reindenken!

Runtergefallen, ohjeeeee.
Ob die kleinen Mädchen irgendwann auch so beieinander liegen und in die Wolken schauen?



Hier ist also wirklich große Freude über die beiden "Puppu" und ich schicke einen Riesendank nach Berlin!